Copy-stop ist die Plagiatsprüfungs-Software für Schulen und Lehrpersonen in der Schweiz. Registrierte User können Textdokumente in verschiedenen Formaten hochladen und mit Dokumenten in der Datenbank sowie öffentlich zugänglichen Online-Quellen auf Übereinstimmungen abgleichen. Es können somit plagiierte Textstellen, Vollplagiate und Selbstplagiate erkannt werden. Die browserbasierte Applikation wird seit 2006 vom MBA betrieben und wird aktuell von über 200 Schulen genutzt. Die Nutzung von Copy-stop ist insbesondere im Kanton Zürich ein fester Bestandteil des Prüfungsprozesses bei schriftlichen Abschlussarbeiten. Copy-stop nimmt eine technische Bewertung der Dokumente vor, die abschliessende Beurteilung muss immer durch die Lehrperson erfolgen. Der Zugang für Schüler/innen und Lernenden ist nicht gestattet.
Das MBA ist verpflichtet, die Zusammenarbeit mit dem technischen Partner dolococ beschaffungsrechtlich zu prüfen. In diesen Zusammenhang sollen die Bedürfnisse der Lehrpersonen und mögliche Konkurrenzprodukte identifiziert und evaluiert werden. Im Rahmen der beschaffungsrechtlichen Prüfung wird zudem erneut untersucht, ob derzeit verfügbare Tools eine zuverlässige KI-Erkennung ermöglichen.

Digitale Lehrmittel gewinnen seit Jahren an Bedeutung und sind für den Unterricht an Mittel- und Berufsfachschulen unverzichtbar geworden. Gleichzeitig ist es für Lehrpersonen und Lernende zunehmend schwierig, den Überblick über Tools, Datenschutzanforderungen und Zugangsmöglichkeiten zu behalten. Heute existiert weder ein kantonsweiter Überblick über die eingesetzten digitalen Lehrmittel noch eine einheitliche Lösung für den Zugriff.
Mit einem zentralen Produktkatalog sollen künftig alle an den Schulen verwendeten digitalen Lehrmittel erfasst und deren Datenschutzstatus, Lizenzmodelle und Einsatzmöglichkeiten transparent dargestellt werden. Dazu soll das EdTech-Portal entstehen, das Nutzergruppen wie Lehrpersonen, Lernenden, Schulleitungen und dem MBA gezielte Ansichten bietet. Bei wichtigen Tools soll der Zugang über Single Sign-On (SSO) vereinfacht werden. Nutzer können sich das Dashboard selbst mit Kacheln befüllen, aber auch Listen der eigenen Schule einsehen und favoritisieren können. Für die Analyse von Lösungen dient der Katalog als Quelle aller bekannten digitalen Lehrmittel, inklusive dem aktuellsten Status der Datenschutzabklärungen, welche Schulen das Tool auch im Einsatz haben und Vorschläge von alternativen Lösungen für diese Kategorie.
Der Ansatz ermöglicht es, digitale Lehrmittel effizient zu steuern, doppelte Aufwände bei Prüf- und Abklärungsprozessen zu vermeiden und digitale Werkzeuge datenschutzkonform einzusetzen. Im Bereich Datenschutz werden Schulen zukünftig mehr in die Verantwortung gezogen und ein zentral bereitgestelltes Portal schafft es wichtige Informationen in den Alltagsbetrieb zu platzieren. Gleichzeitig schafft es Synergien, Transparenz, erleichtert die Integration digitaler Lehrmittel und unterstützt die Schulen sowie das MBA bei Betrieb, Support und Weiterentwicklung.
Das Projekt «Digitale Leistungserhebung – eAssessments im Unterricht» widmet sich Fragen rund um digitale Feedbackmethoden und Leistungsbewertungen. Es stellt das motivierte Lehren und Lernen ganz ins Zentrum. In enger Zusammenarbeit mit den Schulen der Berufsbildung und der Mittelschulen, mit dem Rechtsdienst und mit Education Technology Sek II, macht das Projektteam pädagogische Bedürfnisse sichtbar, evaluiert Software und klärt sicherheitstechnische und rechtliche Aspekte ab. Mit dem Projektbericht werden konkrete Handlungsempfehlungen abgegeben.
Weiterlesen: Digitale Leistungserhebung (DLE) – eAssessments im Unterricht

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten und lernen, grundlegend.
Das Projekt «Einführung KI an der Sek II» schafft die Voraussetzungen, um diese Schlüsseltechnologie an den Zürcher Mittel- und Berufsfachschulen sicher und nutzbringend zu verankern. In einem stufenweisen Vorgehen etablieren wir zunächst die technischen und rechtlichen Grundlagen, um darauf aufbauend die pädagogischen Potenziale für den Unterricht voll auszuschöpfen.
Damit stellen wir sicher, dass Innovation und Rechtssicherheit Hand in Hand gehen.
Weiterlesen: Einführung generativer KI-Systeme in der Sek II
Die kollaborative Online-Mediatheknanoo.tv wurde 2017 nach einer Testphase an mehreren MBA-Schulen eingeführt. Der Dienst ermöglicht es Lehrpersonen, audiovisuelle Inhalte aufzuzeichnen, zu speichern, zu bearbeiten und zu teilen. Nanoo.tv ist somit eine zentrale Lösung für die Speicherung und den Austausch von audiovisuellen Inhalten. Die Plattform bietet weitere Funktionen, wie beispielsweise eigene Videos hochzuladen oder Inhalte von Drittplattformen zu importieren.Die beschaffungsrechtliche Prüfung ist notwendig, da der bestehende Vertrag die maximal zulässige Laufzeit und Vergabesumme überschritten hat. Zudem haben sich die pädagogischen und technischen Anforderungen seit der Einführung im Jahr 2017 verändert.