anschlussloesung nanootv

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten und lernen, grundlegend.
Das Projekt «Einführung KI an der Sek II» schafft die Voraussetzungen, um diese Schlüsseltechnologie an den Zürcher Mittel- und Berufsfachschulen sicher und nutzbringend zu verankern. In einem stufenweisen Vorgehen etablieren wir zunächst die technischen und rechtlichen Grundlagen, um darauf aufbauend die pädagogischen Potenziale für den Unterricht voll auszuschöpfen.

Damit stellen wir sicher, dass Innovation und Rechtssicherheit Hand in Hand gehen.

Projektdetails

Ziel 

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Befähigung der Zürcher Schulen, KI-Lösungen didaktisch sinnvoll und rechtssicher einzusetzen.
Um dies zu erreichen, verfolgen wir zwei Stossrichtungen:

  1. Schaffung von Handlungssicherheit (Phase 1): Wir etablieren einen dynamischen Katalog evaluierter KI-Anwendungen
    und definieren klare Beschaffungs- und Supportprozesse. Lehrpersonen sollen wissen, welche Tools sie nutzen dürfen,
    ohne sich im rechtlichen Graubereich zu bewegen.

  2. Pädagogische Transformation (Phase 2): Basierend auf realen Erfahrungen aus dem Schulalltag werden Unterstützungsmaterialien
    und Best-Practice-Szenarien entwickelt. Ziel ist nicht der Einsatz von Technik um der Technik willen, sondern die gezielte Förderung
    neuer Lehr- und Lernformen, die durch KI ermöglicht werden.

 

Grundlagen

Projektphasierung im Einklang mit der Strategie «Digitaler Wandel»

Die Einführung von KI an den Mittelschulen ist komplex. Um den hohen Anforderungen an Datenschutz, Beschaffungssicherheit und pädagogischen Nutzen gerecht zu werden,
orientiert sich unser Projekt an der Zweiteilung der kantonalen Strategie (RRB Nr. 259/2019)
.

Phase 1: Grundlagen & Evaluation (Aktuell)
Im Sinne der Teilstrategie «IKT Sek II» schaffen wir derzeit die notwendigen Strukturen für einen rechtssicheren Betrieb.

  • Beschaffungskompetenz: Wir etablieren einen dynamischen Katalog geprüfter Lösungen, um den Schulen den Einkauf zu erleichtern.
  • Realitätscheck: Statt Lösungen "von oben" zu verordnen, haben wir Use Cases direkt bei den Lehrpersonen abgeholt.
    Fünf spezifische KI-Applikationen werden aktuell getestet, um zu evaluieren, ob sich die vermuteten Bedürfnisse in der Praxis bestätigen.

Phase 2: Pädagogische Transformation (Folgeprojekt)
Sobald die Evaluations- und Supportprozesse stehen, greift die Teilstrategie «Bildung im digitalen Umfeld».

  • Evidenzbasierter Einsatz: Basierend auf den Erkenntnissen der Pilotphase unterstützen wir die Schulen gezielt dabei,
    KI didaktisch sinnvoll im Klassenzimmer zu integrieren.

  • Fokusverschiebung: Da die technischen Hürden in Phase 1 gelöst wurden, kann sich dieses Folgeprojekt
    vollends auf den pädagogischen Mehrwert und die Unterstützung der Lehrkräfte konzentrieren.

Mit diesem gestuften Vorgehen vermeiden wir Schnellschüsse und garantieren,
dass die Infrastruktur (Technik) der didaktischen Nutzung (Pädagogik) als verlässliches Fundament dient.

 

Aktueller Stand

  • 2024 Oktober: Start der Erhebung von «Use Cases» bei Lehrpersonen zur Bedarfsanalyse.

  • 2024 Dezember: Rechtliche und technische Vorprüfung möglicher KI-Lösungen.

  • 2025 März: Auswahl von 5 Pilot-Anwendungen für die Testphase.

  • 2025 Mai: Start der Pilotphase mit 3 Anwendungen: Lehrpersonen testen die Anwendungen im Alltag und geben Feedback.

  • 2026 Januar: Start der Pilotphase mit 2 weiteren Anwendungen  

  • 2026 März: Abschluss Initialisierungsphase.

 

Konkrete Erkenntnisse aus dem laufenden Projekt

Die bisherigen Projektarbeiten und Rückmeldungen aus den Schulen lassen folgende Schlüsse zu:

  • Hoher Bedarf an Klarheit: Es besteht ein ausgewiesenes Bedürfnis seitens der Lehrpersonen nach orientierenden Leitplanken.
    Die Unsicherheit bezüglich Datenschutz und Urheberrecht hemmt den innovativen Einsatz von KI aktuell stärker als technische Hürden.

  • Diversität der Anwendungsszenarien: Die erhobenen «Use Cases» zeigen, dass es keine «One-Size-Fits-All»-Lösung gibt.
    Die Anforderungen variieren stark zwischen den Fächern (z.B. Sprachunterricht vs. Informatik), was die Notwendigkeit eines dynamischen,
    modularen Lösungskatalogs bestätigt.

  • Faktor Mensch vor Technik: Die Rückmeldungen bestätigen, dass die blosse Bereitstellung von Lizenzen nicht ausreicht.
    Begleitende Supportprozesse und didaktische Einbettung sind entscheidend, damit die Tools im Unterricht wirksam werden.

 

Gut zu wissen

Information zu Microsoft Copilot (ehemals Bing-Chat)

Am 24. Oktober 2024 hatten wir Sie darüber informiert, dass Microsoft für Schulmitarbeitende den Microsoft Copilot Chat
in der Microsoft-365-Lizenz auf dem EDUzh-Tenant aktiviert hat.In der Mitteilung hatten wir Sie darauf aufmerksam gemacht,
dass eine Nutzung mit einem Schulaccount aufgrund von rechtlichen Vorgaben hinsichtlich Datenschutz und Informationssicherheit nicht erlaubt ist.

Eine gründliche Überprüfung der Situation hat nun ergeben, dass der Copilot (ehemals Bing-Chat) im Rahmenvertrag von Educa enthalten ist.
Das heisst, die benutzerbezogenen Daten sind ausreichend geschützt und die Nutzung des Copilot Chats ist für sämtliche Mitarbeitenden
der Schulen im integrierten Microsoft-365-Bereich möglich.

Wichtige Hinweise zur Nutzung:

Keine personenbezogenen Daten: Bitte achten Sie darauf, keine Personendaten, keine besonderen Personendaten und keine Daten,
welche Rückschlüsse auf eine Person ermöglichen in einen Prompt einzugeben.

Keine schulbezogenen Daten: Schulbezogene Daten dürfen ebenfalls nicht eingegeben werden.

Die Schule trägt die Verantwortung für die korrekte Nutzung des Copilot Chat durch die Lehrpersonen.

Um Ihnen die Nutzung zu erleichtern, haben wir ein Merkblatt mit detaillierten Anweisungen zur Nutzung von GenKI Applikationen erstellt: Merkblatt_generative_KI.pdf

 

Projektteam

Die aufgeführten Personen bilden das Kernteam in der ersten Phase. Weitere Personen und Stellen
(Vollversammlung SLK und KRB, Lehrpersonen, Kantonale Datenschützerin, etc.) werden situativ beigezogen, um eine solide Ausgangslage zu schaffen.

 

Auftraggeber:in Stefan Langenauer
Stv. Auftraggeber:in Yvan Léger
Projektausschuss Heinz Schlegel,
Harald Pierhoefer,
Philipp Michelus,
Daniel Stoeri,
Nicole Mosberger,
Markus Zwyssig,
Gabriela Sykes
Projektleitung Graziano Laveder
Fachausschuss Vorname Name
Anwendervertreter:in Pilotschulen
Weitere Fachspezialist:inn:en Hansjürg Perino,
Christof Glaus,
Christian Roduner,
Pascal Schmid,
Natalie Streif,
Jürg Widrig

 

 

Haben Sie Fragen oder Inputs?

Wenden Sie sich an die Projektleitung: graziano.laveder[at]mba.zh.ch.
Wir beantworten gerne Ihre Fragen und sind dankbar für Ihre Anregungen.

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