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Digitale Lehrmittel gewinnen seit Jahren an Bedeutung und sind für den Unterricht an Mittel- und Berufsfachschulen unverzichtbar geworden. Gleichzeitig ist es für Lehrpersonen und Lernende zunehmend schwierig, den Überblick über Tools, Datenschutzanforderungen und Zugangsmöglichkeiten zu behalten. Heute existiert weder ein kantonsweiter Überblick über die eingesetzten digitalen Lehrmittel noch eine einheitliche Lösung für den Zugriff.

Mit einem zentralen Produktkatalog sollen künftig alle an den Schulen verwendeten digitalen Lehrmittel erfasst und deren Datenschutzstatus, Lizenzmodelle und Einsatzmöglichkeiten transparent dargestellt werden. Dazu soll das EdTech-Portal entstehen, das Nutzergruppen wie Lehrpersonen, Lernenden, Schulleitungen und dem MBA gezielte Ansichten bietet. Bei wichtigen Tools soll der Zugang über Single Sign-On (SSO) vereinfacht werden. Nutzer können sich das Dashboard selbst mit Kacheln befüllen, aber auch Listen der eigenen Schule einsehen und favoritisieren können. Für die Analyse von Lösungen dient der Katalog als Quelle aller bekannten digitalen Lehrmittel, inklusive dem aktuellsten Status der Datenschutzabklärungen, welche Schulen das Tool auch im Einsatz haben und Vorschläge von alternativen Lösungen für diese Kategorie. 

Der Ansatz ermöglicht es, digitale Lehrmittel effizient zu steuern, doppelte Aufwände bei Prüf- und Abklärungsprozessen zu vermeiden und digitale Werkzeuge datenschutzkonform einzusetzen. Im Bereich Datenschutz werden Schulen zukünftig mehr in die Verantwortung gezogen und ein zentral bereitgestelltes Portal schafft es wichtige Informationen in den Alltagsbetrieb zu platzieren. Gleichzeitig schafft es Synergien, Transparenz, erleichtert die Integration digitaler Lehrmittel und unterstützt die Schulen sowie das MBA bei Betrieb, Support und Weiterentwicklung. 

 

Projektdetails

Ziel

Ziel des Projekts ist es, bis Mitte 2028, allen Mittel- und Berufsfachschulen im Kanton Zürich eine einheitliche, transparente und datenschutzkonforme Lösung für den Umgang mit digitalen Lehrmitteln bereitzustellen. Dafür werden ein zentraler Produktkatalog und ein kantonsweit nutzbares EdTech-Portal entwickelt, die folgende Kernfunktionen bündeln: 

  • Übersicht über alle an den Schulen eingesetzten digitalen Lehrmittel inklusive Datenschutzstatus, Lizenzmodellen und Einsatzbereichen, aber auch auf dem Markt verfügbare Lösungen, .
  • Single Sign-On (SSO) für häufig genutzte Tools, um Lehrpersonen und Schüler:innen einen einfachen, sicheren Zugang zu ermöglichen.
  • Nutzergruppenspezifische Ansichten für Lernende, Lehrpersonen, Schulleitungen und das MBA, einschliesslich Dashboard-Funktionen und aggregierter Daten.

 

Grundlagen

Die KS Stadelhofen definierte ein ähnliches Bedürfnis und implementierte bereits 2024 eine Lösung für Lehrpersonen und Lernende. Inspieriert durch die KS Stadelhofen ist das EdTech-Portal eine Initiative des Mittelschul- und Berufsbildungsamts (MBA) und befindet sich derzeit in der Phase der Projektinitialisierung. Geplant ist, in den kommenden Jahren eine skalierbare, zentral betriebene Lösung zu entwickeln, die sich nahtlos in das bestehende IKT-Umfeld einfügt und den Schulen mittelfristig unterstützend zur Verfügung gestellt werden kann. Gemeinsam mit dem Digital Learning Hub Sek II (DLH) und Pilotschulen werden die Bedürfnisse für das Portal nahe am Schulalltag erfasst und weiterentwickelt. 

 

Aktueller Stand

  • Initialisierung (geplante Durchführungsfreigabe Juli 2026)
  • Konzept (geplanter Zuschlag Februar 2027)
  • Umsetzung (geplante Einführung mit Pilotschulen Oktober 2027)
  • Betrieb (geplante Betriebsaufnahme Juni 2028)

 

Konkrete Erkenntnisse aus dem laufenden Projekt

  • Digitaler Werkzeugkasten ist gewachsen: Lehrpersonen und Schulleitungen verlieren zunehmend den Überblick über verfügbare digitale Lehrmittel, deren Einsatzmöglichkeiten und deren Datenschutzstatus.
  • Viele Tools werden ohne vollständige Prüfung eingesetzt: Informationen zur Datenschutzkonformität erreichen Lehrpersonen nur bedingt oder haben im Alltagsgeschäft kaum Platz.
  • Schulen haben begrenzte Ressourcen für Tool-Prüfungen: Zeit, Know-how und personelle Ressourcen reichen an vielen Schulen nicht aus, um digitale Lehrmittel eigenständig zu evaluieren oder datenschutztechnisch korrekt einzuschätzen.
  • Zentrale Unterstützung ist notwendig und gewünscht: Eine kantonale Lösung wird von allen Stakeholdern als sinnvolle Entlastung gesehen, insbesondere im Bereich Datenschutz und Toolübersicht.
  • Schulleitungen benötigen bessere Transparenz: Eine zentrale Übersicht der eingesetzten digitalen Lehrmittel würde Entscheidungen zur Beschaffung, Zulassung und Priorisierung erheblich erleichtern.
  • Lehrpersonen benötigen Orientierung, nicht Restriktionen: Die pädagogische Freiheit soll gelebt werden, gleichzeitig wünschen sich Lehrpersonen klare Hilfestellung, welche Tools sie datenschutzkonform nutzen dürfen, ohne selbst Datenschutzeperten zu sein.
  • Nutzerfreundlichkeit und einfaklarer Toolübersicht, Startkacheln und SSO wird als wichtiger Schritt gesehen, um Lernaktivitäten zu bündeln und Zugangshürden zu reduzieren
  • Benutzerfreundlichkeit und Arbeitserleichterungen sind entscheidend für Akzeptanz: Lehrpersonen wie Schulleitungen erwarten ein einfach bedienbares System mit klarer Auffindbarkeit, guten Filtermöglichkeiten, übersichtlichen Listen und technisch reibungslosem Betrieb. 
  • Steigender Bedarf an Transparenz im Umgang mit digitalen Lehrmitteln: Da das Thema Datenschutz im Bildungsbereich künftig stärker in den Fokus rücken wird, gewinnen Nachvollziehbarkeit und Übersicht über eingesetzte Tools zunehmend an Bedeutung.

 

Projektteam

Die aufgeführten Personen bilden das Kernteam in der ersten Phase. Weitere Personen und Stellen (Vollversammlung SLK und KRB, Lehrpersonen, Kantonale Datenschützerin, etc.) werden situativ beigezogen, um eine solide Ausgangslage zu schaffen.

 

Auftraggeber:in ​​Yvan Léger​
Stv. Auftraggeber:in TBD
Projektausschuss TBD
Projektleitung Benjamin Flum und Lukas Wehrli (eraneos)
Fachausschuss DLH, EB Zürich, KS Stadelhofen
Anwendervertreter:in TBD
Weitere Fachspezialist:inn:en Bettina Irnhauser (Datenschutz), Sylwia Meier (Technik)

 

 

Haben Sie Fragen oder Inputs?

Wenden Sie sich an die Projektleitung: benjamin.flum[at]mba.zh.ch. Wir beantworten gerne Ihre Fragen und sind dankbar für Ihre Anregungen.


  

Vorgehen

Vorgehen in der Initialisierungsphase

Die folgenden Schritte sollen eine solide Ausgangslage schaffen:

Prüfen der Rechtsgrundlagen (Was ist der rechtliche Rahmen?)

Analysieren des Schutzbedarfes (Welche Anforderungen haben wir an die Informationssicherheit und den Datenschutz?)

Durchführen einer Beschaffungsanalyse (Welche Ressourcen benötigen wir und welches Beschaffungsverfahren kommt zur Anwendung?)

Erheben von Anwendungsfällen (Wie interagieren Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sowie Lernende mit der KI?)

Evaluieren von Lösungen (Welche Lösungen bestehen auf dem Markt, die rechtssicher und datenschutzkonform sind?)

Austausch mit anderen Bildungsinstitutionen und Kantonen (Hat jemand bereits Erfahrung mit der Einführung von KI-Systemen in der Sek II oder in anderen Bildungsbereichen?)

Zusammenfassen der Erkenntnisse und ableiten des weiteren Vorgehens (Welche Lösung wählen wir und warum? Wie geht es im Projekt weiter, wie werden wir vorgehen?)

Der DLH wird die Bedürfnisse der Schulen mittels typischer Anwendungsszenarien abklären. Das DSC Sek II übernimmt die technische Sicht und klärt die rechtlichen und datenschutzrechtlichen Belange.

 

 

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